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Wolfman
Verleih: Universal Pictures
Regie: Joe Johnston
Darsteller: Benicio Del Toro, Anthony Hopkins, Emily Blunt
Genre: Horror/Thriller
USK: Ab 16 Jahren
Mit „Wolfman“ bringt Regisseur Joe Johnston („Jurassic Park III“, „Hidalgo“) eines der beliebtesten Kult-Monster wieder auf die Leinwand zurück. Mit Hollywoods Top-Mimen in den Hauptrollen soll dem großen Vorbild „Der Wolfsmensch“ aus dem Jahr 1941 neues Leben eingehaucht werden.
Bestialische Morde versetzen die Bewohner von Blackmoor in Angst und Schrecken. Auch Lawrence Talbots (Benicio Del Toro, „Sin City“) Bruder wird in den Wäldern der viktorianischen Kleinstadt zerfleischt aufgefunden. Vom Verlust seines Bruders getrieben, begibt sich Lawrance gemeinsam mit seinem Vater John (Sir Anthony Hopkins, „Das perfekte Verbrechen“) und der Verlobten seines Bruders Gwen (Emily Blunt, „Der Jane Austen Club“) auf die Suche nach dem Mörder.
Das Tier im Manne
Seine Ermittlungen führen ihn zu einer Zigeunersippe, die sich in den Wäldern Blackmoors niedergelassen hat. Er lernt die mysteriöse Wahrsagerin Maleva (Geraldine Chaplin) kennen, die ihn mit seiner längst verdrängten Vergangenheit konfrontiert. Bevor er die Zusammenhänge ordnen kann, werden die Zigeuner von einer teuflischen Kreatur angegriffen. Lawrance nimmt allen Mut zusammen und nimmt den Kampf gegen das Monster auf. In einem unachtsamen Moment wird er gebissen. Schwer verwundet wird er in sein Elternhaus gebracht. Als er am nächsten Tag aufwacht, sind seine Wunden fast wieder komplett verheilt. Mehr noch, er fühlt sich stärker und agiler als je zuvor. Die mysteriöse Wunderheilung weckt das Interesse von Scotland Yard Inspector Aberline (Hugo Weaving, „Matrix“). Fortan folgt Aberline Lawrance auf Schritt und Tritt. Schon bald muss er feststellen, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt: Lawrance Talbot verwandelt sich bei Vollmond in ein fürchterliches Wesen – einen Werwolf…
Zum Heulen!
Mit überzeugenden Spezialeffekten und wenig Rücksicht auf zarte Gemüter, verbildlicht Regisseur Joe Johnston die Verwandlung des Menschen in einen Werwolf, ohne dabei neue Wege zu beschreiten oder gar die tatsächlich existierende psychotische Erkrankung Lycantropie (griech. „Wolfsmenschentum“) zu erforschen bzw. den Ursprung aufzuzeigen. Zwar wird man die insgesamt 102 Minuten gut unterhalten, frische Ideen oder überraschende Wendungen, die dem Werwolf-Mythos neues Leben einhauchen könnten, sucht man in „Wolfman“ leider vergebens. Ebenfalls enttäuschend die Besetzung. Sowohl Sir Anthony Hopkins als auch Benicio Del Toro bleiben weit unter ihren Möglichkeiten. Verleihen Sie ihren Figuren für gewöhnlich Tiefe und Gefühl, bekommt man hier lediglich ein klischeehaftes Vater-gegen-Sohn-Duell aufgetischt. Bereits nach 15 Minuten ist klar, wie das große Finale aussehen wird.
„Wolfman“ ist ein unterhaltsamer Horror-Thriller mit hohem Bodycount und ansehnlichen Effekten. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht.






