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Lost Planet 2
Publisher: Capcom
System: PS3 / Xbox 360
Genre: Co-Op Shooter
USK: Ab 16 Jahren
Schon im Vorfeld kündigte Capcom an, dass „Lost Planet 2“ sich sehr von seinem Vorgänger unterscheiden wird. War dies eine kluge Entscheidung?
„Lost Planet – Extreme Condition“ war ein Capcom Action-Adventure, wie man es kennt und liebt: Viel Action, viel Story und zwischendrin immer mal wieder ein kleines Rätsel. Auch ein Online-Modus war damals schon mit von der Partie, war aber eher als Dreingabe zum Hauptspiel gedacht. In „Lost Planet 2“ ist es genau anders herum: Die Entwickler haben den Titel von Anfang an als 4-Mann Co-Op-Spiel konzipiert. Will heißen: Eine Singleplayer-Kampagne sucht man vergebens. Somit fällt auch eine erklärende Story größtenteils flach. Mit wechselnden Charakteren werden nun einzelne Missionen absolviert, ohne diese geschichtlich miteinander zu verknüpfen.
Vier gewinnt
Wer für die Missionen keine menschlichen Mitspieler findet oder sich den Gegnerhorden allein stellen will, muss mit drei computergesteuerten Kollegen ins Gefecht ziehen. Leider sind die KI-Kameraden keine große Hilfe, weshalb die Arbeit für Vier meist am Spieler selbst hängen bleibt. In diversen Eis-, Dschungel- oder Wüstenlevels gilt es, Datenposten, die künftig als Respawnpunkte dienen, zu aktivieren und das Gebiet dabei von Feinden zu säubern. In späteren Missionen spielen dann die riesigen Endgegner eine zentrale Rolle, denen man nur mit der richtigen Taktik beikommen kann.
Speichern lässt sich der Fortschritt in „Lost Planet 2“ nur zwischen den Levels, Checkpoints innerhalb der Missionen gibt es nicht. Zudem sind die Respawn-Tickets (hier Battle Gauge Points genannt) nur begrenzt verfügbar. Sind sie verbraucht, heißt es: Game Over. Damit dies nicht allzu schnell geschieht, stehen einem eine Vielzahl diverser Ballermänner und VR-Suits an. Letztere sind kleine Mechs, in die man steigen und damit Ausdauer sowie Sprung- und Feuerkraft deutlich erhöhen kann.
Alleine auf verlorenem Posten
Optisch ist „Lost Planet 2“ überaus gelungen. Die verschiedenen Vegetationen sind sehr stimmungsvoll inszeniert, vor allem die späteren Bossgegner beeindrucken mit ihrer unfassbaren Größe. Gegen die Giganto-Monster mutet die eigene Spielfigur wie ein winziger Floh an. Auch die Gefechte im Verbund mit drei weiteren Soldaten machen durchaus Spaß – vorausgesetzt die Begleiter werden von anderen menschlichen Mitspielern übernommen. Kurz gesagt: Wer regelmäßig mit Freunden auf Monsterjagd geht und auf spektakulär inszenierte Action steht, wird an „Lost Planet 2“ seine Freude haben. Wer allerdings einen Nachfolger im Stil des Vorgängers erwartet hat, wird ob des fehlenden Singleplayer-Modus mit der Action-Adventure-Konkurrenz glücklicher.






