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Prince of Persia: Die vergessene Zeit
Publisher: Ubisoft
System: PC / PS3 / Xbox 360 / Wii / PSP / DS
Genre: Action
USK: Ab 12 Jahren
Der kleine Prinz ist ein großer Star geworden: 1989 erblickte er als bahnbrechendes Jump´n´Run das Licht der Spielewelt, 2010 erobert er sowohl die Kinoleinwand („Prince of Persia - Der Sand der Zeit“), als auch sämtliche Plattformen mit dem Game „Prince Of Persia – Die vergessene Zeit“.
Während im Kino Jake Gyllenhaal den akrobatischen Märchenprinzen mimt, bietet das Spiel den Reiz, selbst in die Prinzenrolle zu schlüpfen – und das nicht nur zwei Kinostunden lang, auch nicht 1001 Nacht lang, aber immerhin acht bis zehn Stunden. Der Film und das Game bieten allerdings nicht dieselbe Story, sondern The Sands Of Time basiert auf dem gleichnamigen Teil der Spielreihe aus dem Jahr 2003. Allerdings knüpft auch das neue Game an dessen Universum an.
Im Spiel besucht der Prinz seinen Bruder Malik, dessen Königreich von einer feindlichen Armee belagert wird. Malik nutzt zur Gegenwehr die Kräfte des Sandes, um eine Armee freizusetzen, die bereits König Salomon zur Seite stand. Er hätte besser auf seinen mahnenden kleinen Bruder gehört, denn wie sich herausstellt, hat Malik die Rechnung ohne die Unberechenbarkeit von Zauberkräften gemacht. Statt sein Reich zu verteidigen, wenden sich die magischen Soldaten gegen Malik, lässt seine Untertanen bibelfest zu Salzsäulen erstarren und zettelt einen verheerenden Sandsturm an, der den Palast zu begraben droht. Für den Prinz beginnt ein Wettlauf gegen den Sand der Zeit…
Prinzenrolle rückwärts
Der Prinz muss kämpfen, springen, klettern, Magie anwenden, Fallen meistern und Rätsel im Tombraider-Stil (finde und bewege den Hebel) lösen. All das tut er in ebenso malerischen wie abwechslungsreichen Kulissen.
Schon der Vorspann beeindruckt mit opulenter Grafik und bombastischem Sound. Ein Versprechen, dass erfreulicherweise die Ingame-Grafik hält.
Optisch besonders gelungen sind die Kämpfe. Nicht nur, was die grafische Qualität der Animationen angeht, sondern auch die Quantität: Während im 2008er-Abenteuer die Gegner brav abwarteten, bis sie an der Reihe waren, um einer nach dem anderen gegen den Prinzen in den Ring zu steigen, muss sich der neue Prinz in der Regel mit einer ganzen Handvoll Bösewichte auseinandersetzen. An einem schlechten Tag warten fünfzig Sandarmee-Mannen auf einmal darauf, der Prinzensaga ein jähes Ende zu bereiten.
Was das Gameplay angeht, sind sowohl die Kampfszenen als auch die sportlichen Leibesertüchtigungen actionreich, aber nicht überbetont schwierig. Die olympiareifen Turneinlagen sind in der Regel mit einem Tastendruck zur rechten Zeit zu meistern, was aber nicht unangenehm auffällt, weil sie grafisch sehr appetitlich angerichtet sind – beispielsweise, wenn der Prinz wie in Matrix die Wände entlang läuft, an der Stange turnt wie Lara Crofts quirliger Bruder oder wenn er eine Flagge zum Aufzug umfunktioniert, indem er darauf springt und mit dem Dolch auf dem Weg nach unten den Stoff zerreißt.
Hieb- und stichfeste Beweise für ein gutes Spiel
Wie beim Tanz gilt für kämpfende Prinzen: immer schön im Rhythmus bleiben. Wenn ein Gegner zur Attacke ausholt, erkennt der Spieler das an einer Lichtreflektion, die auf dem Schwert des Angreifers glänzt. Um auszuweichen, springt der Prinz zur Seite oder weicht einem Hieb wegrollend aus. Leichte und schwere Schwertattacke, Kombiattacken mit Sprung und Tritte – das war´s auch schon was die Kampffähigkeiten des Helden angeht. Und dennoch reicht diese minimalistische Tastaturbelegung, für unterhaltsame Fights vor schicker persischer Landschaft. Zumal im Verlauf des Spiels weitere Fertigkeiten aus dem Bereich Magie hinzu kommen – Flammenspur, Steinrüstung, Eissturm, Wirbelwind… Nützlich ist ebenfalls die Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen, denn so kann manch fatal falscher Schritt zurück genommen werden.
Was man vermissen kann, sind die witzigen Dialoge mit dem weiblichen Sidekick, den der Vorgänger aus dem Jahr 2008 bot. Auf der anderen Seite kann man sich freuen über ein neues Prince Of Persia, das zurück zu den Wurzeln geht. Und das ist auf jeden Fall ein paar persische Freudensprünge wert!






